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BayernLB: Verträge mit Goldman Sachs gekündigt

BayernLB: Verträge mit Goldman Sachs gekündigt

Der Chef der BayernLB, Gerd Häusler, hat Anfang der Woche ein Schreiben an Goldman Sachs geschickt, in dem er darlegt, dass die BayernLB künftig nicht mehr mit der Investment Bank Goldman Sachs zusammenarbeiten wird. Hintergrund ist die Betrugsklage der US-Börsenaufsicht SEC gegen Goldman Sachs.

Goldman Sachs wird hiervon empfindlich getroffen, denn die BayernLB sowie andere öffentliche Banken und auch die Bundesregierung gehören zu den treuesten Kunden der US-Bank. Bislang ist noch nicht klar, ob andere öffentliche Banken der BayernLB folgen und ihrerseits die Verträge mit Goldman Sachs kündigen. Eine Stellungnahme war weder von den Sparkassen noch den Landesbanken oder der KfW-Bankengruppe zu bekommen.

Wie Bankenkreise angaben hätte Häusler wohl aus eigenem Antrieb gehandelt. Dabei wäre kein politischer Druck auf ihn ausgeübt worden. Weder der Verwaltungsrat noch die bayerische Staatskanzlei hätte ihn zu solch einer Maßnahme angehalten. Einige Politiker haben in den letzten Tagen öffentlich ihre Distanz zu Goldman Sachs bekundet.

Seit dem Jahr 2008 bestand zwischen der BayernLB und der US-Investmentbank eine entsprechende Vereinbarung. Die BayernLB wurde von Goldman Sachs vornehmlich im Bereich der Kapitalausstattung und der Risikoabschirmung fauler Wertpapiere beraten. Insbesondere haben hier die Bereiche der Restrukturierung der BayernLB und der Konsolidierung im Vordergrund gestanden.

Aus Kreisen der BayernLB war zu vernehmen, das auch bei Goldman Sachs zunächst die Unschuldsvermutung zu gelten habe, allerdings kann es sich die BayernLB nicht leisten, in diesem Fall untätig zu bleiben, da man unter strenger Beobachtung der Öffentlichkeit stehen würde.

Bild: srslyguys