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BayernLB: Kronzeuge wollte nicht Aussagen in Aufklärung wegen Milliardendebakel

BayernLB: Kronzeuge wollte nicht Aussagen in Aufklärung wegen Milliardendebakel

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Siegfried Naser war einst bei der BayernLB Verwaltungschef und ist jetzt Kronzeuge in der Verhandlung, die sich vor dem Untersuchungsausschuss in München mit Milliardendebakel um den Kauf der Hypo Group Alpe Adria (HGAA) befasst. Er hätte am Dienstag vor dem Untersuchungsausschuss aussagen sollen, verweigerte aber jegliche Aussage.

Damit ist es dem Untersuchungsausschuss vorerst nicht möglich, den Fall des Milliardenverlusts lückenlos aufzuklären.

Insgesamt verlor die BayernLB durch den Kauf der HGAA, der durch den Verwaltungsrat abgesegnet war, 3,7 Milliarden Euro. Im Jahr 2009 hat die bayerische Staatsregierung die HGAA letztendlich der österreichischen Regierung geschenkt, um weitere Milliardenverluste zu vermeiden.

Naser wurde, nachdem er verkündet hatte, dass er keine Aussage machen werde, vom Ausschuss mit einer Strafe von 1.000 Euro belegt. Außerdem hat man ihm Beugehaft angedroht, sofern er weiterhin darauf beharre, keine Aussage zu treffen. Gegen Nachmittag hat Naser dann doch signalisiert, dass er aussagen werde. Man hat sich dafür auf den Donnerstag vertagt.