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BayernLB hat alle Warnungen beim Kauf von Kärntner Bank ignoriert

BayernLB hat alle Warnungen beim Kauf von Kärntner Bank ignoriert

Bei der Übernahme der Hypo Alpe Adria (HGAA) ist vom ehemaligen Vorstand der BayernLB Medienberichten zufolge jegliche Warnung von Wirtschaftsprüfen ignoriert worden.

Als die BayernLB die Hypo Alpe Adria übernommen hat (Finanzzeug hat berichtet), haben die früheren Vorstandsmitglieder nicht auf die Wirtschaftsprüfer gehört, die ihre Bedenken geäußert hatten, denn es wurde auf jegliche Art von Garantien verzichtet. Im Mai 2007 ist der Kaufvertrag zustande gekommen und wie die „Süddeutsche Zeitung“ schreibt, wurden in diesem keinerlei Garantien vereinbart. Außerdem hätte die Bayerische Landesbank alle Risiken der Hypo Alpe Adria einfach so übernommen. Unter Berufung auf den ehemaligen Chef der BayernLB, Werner Schmidt und seines ehemaligen Stellvertreters Rudolf Hanisch hat die „SZ“ berichtet.

Es sollen sogar die eigenen Forderungen, die innerhalb des Abkommens, das die Übernahme der Hypo Alpe Adria regelt, gestellt waren, einfach über Bord geworfen worden sein. Außerdem habe man auf die Bedenken der Wirtschaftsprüfer, die man eigens engagiert hatte nicht gehört. Bevor der Vertrag unterzeichnet wurde hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young bemerkt, dass viele Unterlagen unvollständig und unsortiert seien. Aus diesem Grund wäre es auch nicht möglich gewesen die Hypo Alpe Adria gänzlich, sondern nur sehr eingeschränkt zu analysieren.

Der ehemalige Vorstand in Person von Schmidt und dessen Stellvertreter habe einen Brief, der zehn Seiten und zwölf Forderungen zu der geplanten Transaktion umfasste, an die Aktionäre der HGAA gesandt. Man wäre unter der Voraussetzung, dass es „keine nennenswerten Risiken“ in den Sektoren Vertrieb, Steuern, internes Kontrollsystem, Immobilien, Informationstechnologie und Personal geben würde, bereit einen Kaufpreis zu bezahlen der bei 1,6 Milliarden Euro liegt.

Mittlerweile ist die Staatsanwaltschaft in München und der bayerische Landtag damit betraut sich das Abkommen sowie die Art und Weise, wie dieses zustande gekommen ist, genauer unter die Lupe zu nehmen.