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BayernLB: Ex-Vorstand Gribkowsky inhaftiert

BayernLB: Ex-Vorstand Gribkowsky inhaftiert

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Die Skandale um die BayernLB reißen nicht ab. Am Mittwochmorgen wurde der ehemalige Risikovorstand der BayernLB, Gerhard Gribkowsky, verhaftet. Hintergrund sind Vorwürfe wegen Veruntreuung, Steuerhinterziehung und Bestechlichkeit.

Die Staatsanwaltschaft in München hat offenbar aufgrund ihrer Untersuchungen herausgefunden, dass Gribkowsky Steuern in Millionenhöhe hinterzogen haben soll, außerdem habe er wohl Schmiergelder angenommen. Dieses Mal war sich die Staatsanwaltschaft nicht einmal zu schade, höchst persönlich bei dem Ex-Manager in München/Grünwald an die Haustür zu klopfen, um ihn zu verhaften.

Gribkowsky soll ein Vermögen von 50 Millionen Euro aufgebaut haben, dessen Herkunft derzeit unklar ist. Das Vermögen hatte er im Jahr 2007 zu einer Stiftung überwiesen. Das Vermögen soll Gribkowsky mit Beraterverträgen aufgebaut haben, die nur zum Schein geschlossen wurden und im Zusammenhang mit dem Formel-1-Geschäft gestanden haben sollen. Die Privatstiftung „Sonnenschein“ war nur gegründet worden, um ihn selbst zu versorgen.

Ursprünglich soll die BayernLB dem ehemaligen Medienriesen Leo Kirch zwei Milliarden Euro geliehen haben. Als Kirch Pleite ging, hatte die BayernLB das Engagement von Kirch in der Formel 1 übernommen, um später die Rennserie wieder gewinnbringend zu verkaufen. Letztendlich hat Gribkowsky die Rennserie wieder verkauft ohne weitere Wertermittlung. Man mutmaßt, dass sein Vermögen hieraus entstanden sei.