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Bayern geht mit Hartz-IV Verweigerern hart ins Gericht

Bayern geht mit Hartz-IV Verweigerern hart ins Gericht

Im südlichen Teil der Bundesrepublik Deutschland gehen die Arbeitsagenturen offenbar besonders hart mit Hartz-IV Empfängern ins Gericht.

Zumindest lassen die aktuellen Zahlen der Bundesagentur das vermuten. Demnach sitzt Deutschlands strengste ARGE in Kelheim im Bundesland Bayern. Hier erhalten 6,2 Prozent aller Hartz-IV-Empfänger Strafen. Gründe dafür sind beispielsweise nicht eingehaltene Meldetermine beim Arbeitsamt oder die Ablehnung von Arbeitsangeboten. Den zweiten Platz hat der bayerische Landkreis Unterallgäu mit 5,9 Prozent Sanktionsquote inne.

Im Norden und Osten von Deutschland kommen dagegen häufig unwillige ALG-II Empfänger davon: In Eichsfeld in Thüringen werden lediglich 0,6 Prozent sanktioniert, in Uckermark in Brandenburg nur 0,8 Prozent. Im norddeutschen Kreis Schleswig-Flensburg werden 1 Prozent der Hart-IV Empfänger sanktioniert. Die Quote Deutschlandweit liegt bei 2,5 Prozent.

Für die großen Unterschiede gibt es laut Bundesagentur für Arbeit diverse Gründe. „In Gegenden mit schlechter Arbeitsmarktlage gibt es schlicht weniger Angebote und damit auch weniger Hartz-IV-Empfänger, die diese ablehnen können“, sagte eine Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit gegenüber der „Welt“.