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BASF-Chef Hambrechts letztes Amtsjahr

BASF-Chef Hambrechts letztes Amtsjahr

Es klingt unglaublich und nach einem Paukenschlag was vom BASF-Chef jetzt – im letzten Jahr seiner Amtszeit – zu hören ist:

Der größte Chemiekonzern der Welt will seinen Umsatz in den nächsten zehn Jahren verdoppeln. Vor allen Dingen will der Konzern seine Erlöse in Asien weiterhin stark erhöhen.

Auf einer Investorenkonferenz in New York sprach er darüber, wie er sich die Zukunft des Weltkonzerns vorstelle. In Europa wird mit jährlichen Zuwächsen zwischen vier und fünf Prozent gerechnet, in Nordamerika mit fünf bis sechs Prozent und der asiatische Markt würde nach Prognosen so der BASF-Chef, in den nächsten zehn Jahren am stärksten wachsen.

Der Konzern hatte im vergangenen Jahr 50 Milliarden Euro umgesetzt, binnen der nächsten zehn Jahre sollen es 90 Milliarden Euro werden bei einem voraussichtlichen Euro-Dollar-Wechselkurs von 1,40 Euro. Angenommen wird ein Ölpreis von 75 Dollar je Barrel bis zum Jahr 2013.

Mit der BASF-Tochter Wintershall profitieren bereits jetzt die Ludwigshafener von den weiter steigenden Preisen für den Rohstoff Öl.

Um trotz des Wachstums profitabel zu bleiben soll in allen Regionen eine Prämie auf die Kapitalkosten verdient werden, obwohl das im vergangenen Jahr nicht gelungen sei.

BASF hatte erstmals seit 16 Jahren die Dividende – bedingt durch die Wirtschafskrise – gekürzt. Weiterhin seien auch laut Hambrecht Übernahmen nicht ausgeschlossen: Jetzt stehe die Akquisition des Spezialchemieunternehmens Cognis für drei bis 3,5 Milliarden Euro in den kommenden Tagen an.