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Barclays Capital: Chefvolkswirt Thorsten Polleit zur Eurokrise

Barclays Capital: Chefvolkswirt Thorsten Polleit zur Eurokrise

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In einem „Focus-Online“ Interview beantwortet der Chefvolkswirt Thorsten Polleit von „Barclays Capital“ die Frage, ob der Euro in der Krise stecke. Das sei unübersehbar und nicht überraschend. Die Gründungsväter des Euro waren sich bewusst, dass mit der Staatsverschuldung der Euro stehe und falle.

Es sollte durch den Europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakt verhindert werden, dass sich Regierungen überschulden. Die Lage sei prekär, denn dieser Pakt habe die Verschuldung nicht verhindern können. Polleit glaubt allerdings nicht an ein kurzfristiges Zerbrechen des Euro.

Die aktuelle Schuldenmisere sei die Folge von Regelverstößen, denn viele Staaten hätten sich nicht an die Vorgaben gehalten. Nun würden sich die Regierungen über die No-Bail-out-Klausel des EU-Vertrages hinwegsetzen, wonach die Länder nicht verpflichtet seien, anderen zu helfen. Sie dürften das nicht einmal.

Außerdem würde die Europäische Zentralbank Staatsanleihen kaufen, die entsprechend des Maastricht-Vertrags verboten seien. Die Spirale drehe sich immer schneller und das verheiße nichts Gutes.