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Bankenabgabe trifft die Falschen

Bankenabgabe trifft die Falschen

Die Sparkassen und die Genossenschaftsbanken sind der Auffassung, dass die vorgesehene Bankenabgabe die falschen trifft. Der Präsident der Sparkassen Heinrich Haasis ist der Meinung, wie er am Mittwoch in Berlin äußerte, dass die entschädigt werden, welche die Krise angerichtet haben. Für ihn ist es ein Rätsel, warum man die erkannten Fehler der Krise jetzt nicht in die Tat umsetzt und versucht diese Fehler zu ändern. Es wäre zu wenig lediglich von der Endsumme der Bilanz (als Bemessungsgrundlage) nur die Kundeneinlagen herauszunehmen. Der gewagte Deal von Investmentbanken hingegen bleibt unberührt.

Am meisten betroffen sind von der neuen Bankenabgabe sind die Mitglieder, ist der Genossenschaftsverband der Meinung. Die Volks- und Raiffeisenbanken, wie es unter Beweis gestellt wurde, sind nicht für die Krise am Finanzmarkt verantwortlich. Allerdings würde die Bankenabgabe genau diese stark treffen, ist der Verbandspräsident Michael Brökelmann der Meinung. Das Bundesfinanzministerium ist der Auffassung, alle Banken gleich zu behandeln und in die Pflicht zu nehmen.

Nächste Woche ist es soweit, Finanzminister Wofgang Schäuble (CDU), will die Scheitelpunkte dem Kabinett präsentieren. Es ist vorgesehen, dass daraus in den nächsten Monaten ein Gesetz geschaffen wird. Der Ausgangspunkt ist die Bankenabgabe in den USA. Die Bankenabgabe soll pro Jahr nach Möglichkeit gut eine Milliarde Euro einbringen. Mit diesen Milliarden könnte die Finanzmarktstabilisierungsanstalt bei Problemen sofort Maßnahmen eingreifen und zur Hilfe eilen.

(Quelle:Frankfurter Rundschau)