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Bankenabgabe: Finanzminister der G20 uneinig

Bankenabgabe: Finanzminister der G20 uneinig

Deutschland fordert eine internationale weltweite Bankenabgabe. Für die G20-Staaten wird diese Forderung zur Zerreißprobe. Am Freitag haben sich die Finanzminister der zwanzig wichtigsten Wirtschaftsmächte und deren Notenbankchefs in Washington getroffen, um über eine Beteiligung der Finanzbranche an den Auswirkungen der Krise zu entscheiden.

Ein einheitlicher Konsens zur Bankenabgabe konnte dabei nicht gefunden werden, so dass die Bankenabgabe auch nicht in der Schlusserklärung unterstützt wird. Die Tagung hatte vielmehr zum Ergebnis, dass der Internationale Währungsfonds (IWF) alle Möglichkeiten national individueller Merkmale prüfen soll. Für die Einführung einer Abgabe machen sich insbesondere Deutschland, die USA, Frankreich und Großbritannien stark. Mit der Bankenabgabe will man künftige Finanzkrisen abmildern und verhindern, dass die Staaten vermehrt mit Rettungspaketen eingreifen. Gegen eine solche Abgabe stimmen Australien, Kanada und Indien.

Man will bis zum Ende des laufenden Jahres einen gemeinsamen Nenner innerhalb der G20 finden, um das Volumen aber auch die Eigenkapitalqualität der Banken zu konzipieren. Man wolle Regelungen schaffen, um exzessive Verschuldung für Geschäfte nicht mehr zu gestatten. Sobald diese Regelungen geschaffen sind, sollen sie bis Ende 2012 umgesetzt werden. Außerdem will man eine starke Finanzaufsicht, die dieses Vorgehen begleitet.