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Banken wollen überhöhte Zinsen für Dispo-Kredite

Banken wollen überhöhte Zinsen für Dispo-Kredite

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/thefourelements/2682556385/sizes/m/in/photostream/##thefourelements
Im Bereich der Dispo-Zinsen scheinen die Banken ihre Kunden mit völlig überhöhten Zinsen über den Tisch zu ziehen, so eine Erhebung, die von der Grünen-Bundestagsfraktion durchgeführt wurde. Der Untersuchung nach müssen Kontoinhaber bis zu 14 Prozent an Dispo-Zinsen zahlen. Insgesamt hat die Fraktion Stichproben bei 34 Banken in Deutschland durchgeführt.

Bärbel Höhn, Vize-Fraktionsvorsitzende der Grünen weiß, dass hier das große Geld gemacht wird. Gegenüber der „Saarbrücker Zeitung“ hat sie gesagt, dass die Margen enorm seien, würden die Banken doch seit Herbst 2008 nur ein Prozent an die Europäische Zentralbank (EZB) im Zuge der Geldbeschaffung zahlen müssen. Die Konditionen für Dispo-Kredite würden dabei allerdings unverändert auf einem hohen Niveau bleiben.

Nicole Maisch, Verbraucherexpertin der Grünen, ist der Meinung, dass eine maximale Höhe von sechs Prozent bei den aktuellen Zinsbedingungen der EZB ausreichend seien. Von den 34 Banken, bei denen man die Stichproben durchgeführt hat soll keine unter 7,99 Prozent Zinsen liegen. In der Spitze wurden sogar 14 Prozent verlangt. Besonders teuer wird es, wenn Kontoinhaber ihren Dispositionsrahmen und ihr Konto darüber hinaus noch ausschöpfen. Stattliche 19,25 Prozent Zinsen wurden hier in der Spitze verlangt.

Besonders würde die Commerzbank bei hohen Zinsen auffallen. Für die Grünen-Politiker ist dies ein Dorn im Auge: hat man doch gerade die Commerzbank mit vielen Milliarden aus dem Staatssäckel gerettet.