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Banken: Wie man mit Staatshilfen Millionengehälter und Boni finanziert

Banken: Wie man mit Staatshilfen Millionengehälter und Boni finanziert

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/wecand/3800622786/sizes/m/in/photostream/##wecand
Während der Finanz- und Wirtschaftskrise mussten einige Kreditinstitute in Deutschland mit staatlichen Hilfsgeldern gerettet werden. Auflage war damals, dass man innerhalb des Vorstands der betreffenden Banken keine Boni mehr auszahle und die Gehälter auf 500.000 Euro jährlich begrenzt werden, damit die Staatshilfen tatsächlich fließen.

Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ nun herausgefunden haben will sollen in Deutschland mittlerweile 200 Banker in den betroffenen Banken mehr als 500.000 Euro verdienen.

Sie haben ein Schlupfloch in der Vereinbarung genutzt. Es geht nicht um die Banker, die sich im Vorstand befinden sondern in der Führungsriege direkt dahinter. Besonders negativ fällt hier die Hypo Real Estate (HRE) auf. Diese hat mittlerweile fast 150 Milliarden Euro an Staatsgarantien erhalten. Erst kürzlich wurden ihr weitere 40 Milliarden zugesprochen. Kaum war die neuerliche Garantie genehmigt wurde bekannt, dass man den Mitarbeitern der Bank Boni in einer Höhe von 25 Millionen Euro zukommen lassen will. Des weiteren soll der ehemalige Vorstand mit Pensionszahlungen beglückt werden, die mehr als üppig sind, obwohl er gerade einmal achtzehn Monate im Amt war.

Von politischer Seite ist zu vernehmen, dass man diese Praxis auf das Schärfste verurteilt. Anscheinend traut man sich aber auch nicht einzuschreiten. Nachdem die HRE verstaatlicht ist wäre es doch ein Leichtes, dass die Politik einschreitet und solche Bonuszahlungen und Gehaltsexzesse unterbindet. Dem Bürger ist schon längst nicht mehr zu vermitteln, warum Steuergelder zu Rettung einer Bank eingesetzt werden, wenn diese trotz Defizit Millionengehälter und Boni zahlt.