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Banken: Harsche Kritik an Anlegerschutz-Gesetz – Register ist übertrieben

Banken: Harsche Kritik an Anlegerschutz-Gesetz – Register ist übertrieben

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Derzeit wird ein Register geplant, in dem sich Anlageberater eintragen müssen. Ähnlich dem Versicherungsvermittler-Register sollen sich hier alle Anlageberater nach eingehender Prüfung auf deren Qualifikation eintragen. Von Seiten der Banken wird ein solches Register abgelehnt und als Bürokratie-Monster abgestempelt.

Ein Register, das datenschutzrechtlich zweifelhaft sei, in dem alle Anlageberater aufgeführt werden sei bürokratischer Wahnsinn, den Deutschland nicht brauche, so der Vize-Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Banken, Hans-Joachim Massenburg.

Er gibt zu bedenken, dass die Banken schon heute Millionen ausgeben um die eigenen Mitarbeiter zu schulen. Die Banken hätten schon von Haus aus ein Eigeninteresse, dass die Anlageberatung auf einer hohen Qualität abläuft.

Anscheinend vergisst er dabei, dass die Banken stark von der eigenen Produktwelt gesteuert sind und die Berater an den Schaltern eben genau diesen Zwängen unterliegen. Entsprechend gut sind sie auf die Produkte geschult, die die Bank beim Kunden platzieren will. Das sagt aber nichts über die allgemeine Schulung des Beraters und schon gar ncihts über dessen Qualifikation aus. Die Fragen sei erlaubt: Waren es nicht gerade die Bankberater, die vielen Kunden zu Kapitalanlagen geraten haben, die in Lehman-Papiere investierten? Sind es nicht Bankberater, die ihren Kunden bei einem niedrigen Zinsniveau raten in Festgeldanlagen zu investieren? Sieht so eine gute Beratung aus?

Am Freitag will die Bundesregierung das Anlegerschutz-Gesetz beraten. Kernstück ist ein Register in das sich Anlageberater eintragen müssen. Das Register soll bei der Finanzaufsicht BaFin geführt werden. In das Register kann sich nur eintragen lassen, wer auch entsprechende Ausbildungen besitzt.