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Bank aus Liechtenstein: Entschädigung an Steuersünder

Bank aus Liechtenstein: Entschädigung an Steuersünder

In Liechtenstein hat ein Steuersünder aus Deutschland Klage vor Gericht eingereicht. Jetzt hat er Recht bekommen und bekommt nun eine Entschädigung von mehreren Millionen Euro. Der deutsche Kaufmann bekommt 7,3 Millionen Euro zugesprochen. Die Richter waren der Meinung, dass die betreffende Firma, ein Tochterunternehmen der Fürstenbank LGT aus Liechtenstein, die Fiduco Treuhand (vormals LGT-Treuhand), den Steuersünder hätte rechtzeitig warnen müssen, dass eine CD mit Daten entwendet wurde, die unter anderem seine Person betreffen.

Dadurch hatte der 68-Jährige keine Möglichkeit eine Selbstanzeige bei den deutschen Behörden zu erstatten. Der Name des deutschen Kaufmanns ist auf der CD gewesen, die 2007 vom Bundesnachrichtendienst für 4,5 Millionen Euro angekauft wurde. Allerdings ist das Urteil des Landgerichts in Vaduz noch nicht rechtskräftig. Er wurde im Juli 2008 vom Landgericht Bochum zu einer Geldstrafe von 7,5 Millionen Euro und einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt. Außerdem musste er der Finanzbehörde 11,9 Millionen Euro Steuern nachzahlen.

Die in Baden-Württemberg angekauften Daten deutscher Steuersünder sorgen für kontroverse Diskussionen in der Landesregierung. Kurzfristig wurde sogar eine Sondersitzung vertagt. Über 100 Selbstanzeigen sind mittlerweile bei den Finanzämtern eingegangen.
(Quelle: Financial Times Deutschland)