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Bahnprojekt Stuttgart 21: Trittin über Bahnchef „Er eskaliert, provoziert, polarisiert“

Bahnprojekt Stuttgart 21: Trittin über Bahnchef „Er eskaliert, provoziert, polarisiert“

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/gruene_bawue/3597720512/sizes/m/in/photostream/##GRÜNE Baden-Württemberg
Bau-Stopp oder Bauunterbrechung? Wortklaubereien, Unsinn und einem Bürger, der lupenreines Deutsch spricht, eine Wortspielerei, die für das nächste „Unwort des Jahres“ herhalten könnte.

Trotzdem haben sich wohl wenigstens hierüber die Beteiligten am Schlichtungsverfahren einigen können. Wenn ein Auto vor einer Ampel „STOPPT“ ist das für jeden „guten“ Deutschen doch auch nur eine Unterbrechung. Wer würde da widersprechen?

Jetzt geht Jürgen Trittin (Grünen-Fraktionschef) mit Bahnchef Rüdiger Grube hart zu Gericht und erhebt schwere Vorwürfe. Zum einen torpediere er die Schlichtungsbemühungen indem er eskaliert, provoziert, polarisiert. So Trittin zur Bild-Zeitung. Der Grünen-Fraktionschef warf der Bahn darüber hinaus mangelnde Transparenz bei den Kosten vor.

Trittin weiter, Grube dürfe jetzt keinen Auftrag für den Tunnelbau (800 Millionen Euro) vergeben, denn dadurch würden Schadenersatzansprüche von morgen geschaffen. Darüber hinaus würden bundesweit wichtige Bahnausbauprojekte durch das Großprojekt in Stuttgart leiden. Zum Beispiel fehle das Geld im Rheintal für den Ausbau des Güterschienenverkehrs in Richtung Alpen, auch bei der Hafenanbindung der Schiene in Niedersachsen und Hamburg sowie des Regionalverkehrs im Ruhrgebiet.

Eine nächste Demonstration der Gegner ist für den heutigen Samstag geplant. Am Freitag hatte man sich mit dem Schlichter Heiner Geißler geeinigt, dass die Verhandlungen bis Ende November abgeschlossen sein sollen. Die erste Gesprächsrunde ist für den kommenden Freitag vereinbart. Bis zu diesem Zeitpunkt gilt eine Friedenspflicht.