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Bahn-Streik weiter ausgeweitet auf Fernverkehr bundesweit

Bahn-Streik weiter ausgeweitet auf Fernverkehr bundesweit

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/kaffeeeinstein/3886929650/sizes/m/in/photostream/##kaffeeeinstein
Durch den bestreikten Regionalverkehr ist jetzt ebenfalls der Fernverkehr in der Bundesrepublik betroffen. Das Chaos wird noch bis zum Abend anhalten. Schon drohen die Gewerkschaften mit weiteren Aktionen.

Der Streik hat bundesweit für massive Beeinträchtigungen bei den Bahnfahrern gesorgt. Im Ausstand waren mehr als 700 Eisenbahner, die meisten in Nordrhein-Westfalen und Bayern. In Frankfurt am Main wurde sogar im Hauptbahnhof das Reisezentrum bestreikt und die Fahrgäste konnten nur noch Automaten-Tickets ziehen.

Zu besonderen Behinderungen für Fernreisende kam es im Kölner Hauptbahnhof und auf den Linien von Köln nach Hannover und Berlin. Weitgehend unterbrochen waren ebenfalls die Strecken Frankfurt am Main, Stuttgart, Basel, Leipzig, Dresden, Berlin und Hamburg. Ebenfalls die ICE-Strecke München-Nürnberg.

Kritik übt die Deutsche Bahn an den Streiks, sie seien unbegründet und kontraproduktiv. Sie schlug eine Schlichtung vor, die bisher abgelehnt wird. Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber hält eine Lösung aber am Verhandlungstisch für möglich.

Der Hintergrund des Arbeitskampfes liegt in dem unterschiedlichen Bezahlungsniveau bei den privaten Konkurrenten der Bahn. Die Gewerkschaften Transnet und GDBA wollen gleiche Tarife bei der Bahn und den privaten Unternehmen durchsetzen. Bei den Privaten liegt das Einkommen der Beschäftigten teilweise unter 20 Prozent im Vergleich zu den direkten DB-Angestellten. Verhandelt wird mit beiden Kontrahenten seit Wochen über einen Branchentarifvertrag im Regionalverkehr.