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Bahn: Entschädigung für 5600 Kunden durch Hitzepannen – Erholung von Flaute – Investitionen geplant – Fahrplanerhöhungen im Herbst

Bahn: Entschädigung für 5600 Kunden durch Hitzepannen – Erholung von Flaute – Investitionen geplant – Fahrplanerhöhungen im Herbst

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/joost-ijmuiden/3981341120/sizes/m/in/photostream/##Joost J. Bakker IJmuiden
Endlich einmal zwei einigermaßen positive Meldungen der Deutschen Bahn

Jetzt wurden bisher ganz unbürokratisch 5600 Kunden entschädigt. Laut Bahn-Chef Grube seien insgesamt 374.000 Euro an 5627 Fahrgäste ausgezahlt worden, die durch die Hitzepannen in der Bahn teilweise schwere gesundheitliche Probleme bekamen.

Die Bahn übermittelte einen Reisegutschein über 50 Prozent des Fahrpreises für Fahrgäste, die unter dem Ausfall der Klimaanlagen gelitten hatten. Wer gesundheitliche Probleme erlitten habe, soll einen Gutschein über 150 Prozent des Ticketpreises erhalten sowie eine Barentschädigung von 500 Euro.

Die Hitzepannen seien ein „herber Rückschlag“ im Bemühen gewesen, „die Bahn zu einem sympathischeren Unternehmen zu machen“, sagte Grube.

Außerdem wurden von ihm die Halbjahreszahlen in Berlin vorgelegt. Die Bahn hat sich danach von der Flaute erholt und es sind weitere Investitionen geplant. Sie will auch die großen Probleme mit der Technik besser in den Griff bekommen.

Im ersten Halbjahr 2010 stieg der Gewinn vor Zinsen und Steuern um 26,1 Prozent auf 846 Millionen Euro. Vor allem kam der stark betroffene Güterverkehr wieder stärker ins Plus. Die Menge der beförderten Güter stieg laut Bahn um 40,1 Prozent auf 203 Millionen Tonnen. Der Umsatz wurde auf 16,1 Milliarden Euro gesteigert, 12,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.Außerdem sollen Millionen investiert werden in klarere Informationen, wenn es Störungen gibt.

Wen wundert es aber da noch, dass natürlich zugleich für den Herbst wieder einmal Fahrpreiserhöhungen sehr wahrscheinlich sind. So werden dann letztendlich die versprochenen und angesagten Verbesserungen wiederum nur auf die Schultern der Fahrgäste verlagert.

Sieht man es ganz realistisch, so tragen die Fahrgäste von morgen die Kosten der Entschädigungen von heute, bei denen sich die Bahn so kulant zeigte. Es ist inständig zu hoffen, dass es dann nicht nur Erhöhungen gibt und die Versprechen der Bahn von heute wieder ins Leere gehen.