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Axel Weber sorgt für Unruhe – Merkel steht ohne Kandidaten da

Axel Weber sorgt für Unruhe – Merkel steht ohne Kandidaten da

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/insm/5083482778/sizes/m/in/photostream/##INSM
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ein massives Problem auf europäischer Bühne, hat sie doch schon seit Monaten den Wechsel Axel Webers, Bundesbankpräsident, in das Amt des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) vorbereitet. Wie Axel Weber allerdings jetzt bekannt gegeben hat will er die Präsidentschaft der Europäischen Zentralbank nicht übernehmen. Das schadet nicht nur dem Ansehen der Bundeskanzlerin ungemein, sondern Frankreich und Italien „lachen sich ins Fäustchen“, da sie jetzt am Zug sind und ihre Kandidaten in Position bringen können.

Aktuell ist unklar ob Deutschland einen neuen Kandidaten zur Präsidentschaft der EZB ins Rennen schicken wird.

Weber wäre für Merkel perfekt gewesen. Weber hat exquisite internationale Beziehungen und war der Kanzlerin bislang wohl gesonnen. Jetzt, da er nicht in die EZB wechseln will hat er den Zorn der Kanzlerin auf sich gezogen. Diese fordert den sofortigen Rücktritt Webers aus der Bundesbank und übt massiven Druck auf ihn aus.

Merkel will möglichst schnell einen geeigneten Nachfolger für Weber finden und fordert von ihm, seinen Platz unverzüglich zu räumen, wenn ein entsprechender Nachfolger gefunden ist. Angela Merkel ist wegen der Entscheidung Webers, die Kandidatur zum Präsidenten der EZB nicht anzunehmen, verstimmt. Die Bundeskanzlerin wollte in der kommenden Periode des nächsten EZB-Präsidenten deutlich mehr Einfluss auf die Politik des Euros nehmen. Außerdem wollte sie das Vertrauen der Deutschen in den Euro über diesen Weg wieder herstellen.