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Aufgepasst beim Wohnungskauf

Aufgepasst beim Wohnungskauf

5. Dezember 2011

Die Eurokrise erzeugt bei vielen Sparern Angst, dass ihr Geld bald nicht mehr viel wert sein könnte. Einige kaufen deshalb Gold, andere erwerben Immobilien. Doch auch das ist heute nicht so einfach. Zwar sind die durchschnittlichen Kredite für Immobilienkäufer derzeit sehr günstig, Finanzierungen bis 50 Prozent des Gesamtwertes mit einer Laufzeit von zehn Jahren werden laut Focus Online von regionalen Banken bereits für 2,8 Prozent angeboten. Doch dagegen spricht, dass die Preise für Wohnungen und Häuser in den vergangenen Jahren in zahlreichen Regionen immens gestiegen sind.
Während in Städten wie Dortmund, Essen oder Bremen der Preis für den Quadratmeter unter 1200 Euro liegt, stiegen sie beim Spitzenreiter München laut immowelt.de auf mehr als das Dreifache dieses Wertes: 3680 Euro kostet der Quadratmeter dort derzeit durchschnittlich (Werte vom Q1/2011). Deshalb hat das Thema Wohnungen kaufen in München noch eine weit höhere Brisanz als in allen anderen deutschen Regionen.

Vergleicht man die Preise für Wohnungen in der südlichsten deutschen Großstadt, fällt folgendes auf: In zentralen Vierteln wie Altstadt-Lehel oder Ludwigsvorstadt stiegen die Preise teilweise über 15 Prozent. In Altstadt-Lehel kostet deshalb der Quadratmeter rund 6.650 Euro, in der Ludwigsvorstadt 5.250 Euro. Im Südosten der Stadt, in den weniger schicken Vierteln Perlach und Ramersdorf, liegen die Preise für Wohnungen mit rund 3.000 Euro pro Quadratmeter noch immer rund um den Faktor 2,5 höher als in Dortmund oder Essen.

Nicht nur Wohnungen kaufen in München ist teuer, auch die Mieten liegen in diesem Trend. In beliebten Vierteln an der Isar oder am Englischen Garten zahlt man derzeit wenigstens 14 Euro für den Quadratmeter. Die höchsten Preise bezahlen Mieter in dem Stadtviertel Lehel, hier liegt der Preis für den Quadratmeter durchschnittlich bei 16,40 Euro (Quelle: gbw-gruppe.de).

Wer in München oder einer anderen Großstadt kaufen oder mieten will, sollte also den Markt ganz genau beobachten. Nur mit einiger Erfahrung und möglichst großer Datenbasis für das Vergleichen der Angebote schafft man es dann vielleicht, ein tolles Schnäppchen zu finden.