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Atommüll-Transport nach Lubmin: Hunderte Gegner festgenommen

Atommüll-Transport nach Lubmin: Hunderte Gegner festgenommen

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/surfaces/2230371893/sizes/m/in/photostream/##les surfaces
Der mit fünf hochgiftigen Castor-Behältern bestückte Zug-Transport setzte sich von Karlsruhe aus jetzt in Richtung Bayern in Bewegung. Gegner hatten zuvor die Gleise im Stadtteil Neureut blockiert.

Nach Polizeiberichten versuchten ungefähr 400 Demonstranten, die Veranstalter sprachen von 700 Gegnern, die Fahrt der Castoren zu behindern. Der sich in den fünf Castoren befindliche strahlende Müll befindet sich im Bundesbesitz, es handelt sich um ungefähr 60 Kubikmeter einer in Glas eingeschmolzenen verfestigten hochgiftigen Plutonium-Uran-Flüssigkeit.

Die Atomkraftgegner veranstalteten die Demonstration in einer von ihnen sogenannten friedlichen „Nacht-Tanz-Blockade“. Die Polizei nahm nahezu 300 Atomkraftgegner fest, es wurde Tränengas eingesetzt. Der Transport wurde dadurch für mehrere Stunden behindert. Der Atommüll soll jetzt über Bietigheim-Bissingen, Heilbronn und Würzburg in das Zwischenlager Nord bei Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern gebracht werden. Dort wird er für Donnerstag erwartet. Die Castoren werden somit dieses Mal nicht durch Hessen gefahren.

Das Zwischenlager Nord nahe Lubmin wird von den Energiewerken Nord GmbH (EWN), einem bundeseigenen Konzern betrieben. Die Kosten für die Zwischenlagerung, ein Endlager ist bislang nicht gefunden, trägt wie immer der Bundesbürger. Wann kommen die versprochenen moderaten Strompreise? Wohl nie. Kürzlich wurde im Gegenteil sogar von EU-Kommissar Oettinger eine weitere Erhöhung befürwortet! Die Kosten werden immens steigen und es „strahlt“ aufgrund der Atomkraftwerksverlängerungen der Schwarz-Gelben unverantwortlicherweise weiter in Deutschland.