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Atommüll-Castoren: 20 Blockier-Kilometer bis Gorleben – Gift-Müll kommt, Röttgen nicht

Atommüll-Castoren: 20 Blockier-Kilometer bis Gorleben – Gift-Müll kommt, Röttgen nicht

Bild; ##http://www.flickr.com/photos/robinwood/4158498040/sizes/m/in/photostream/## Robin Wood e.V.
Obwohl es eine nie dagewesene friedliche Protestkundgebung mit über 50.000 Demonstranten war, konnte leider nicht damit gerechnet werden, dass die Castor-Behälter ihr Zwischen- und vielleicht Endlager in Gorleben nicht erreichen würden.

Das war allen Gegnern bereits vorher klar. Trotzdem konnte die Bewegung die Menschen in ganz Deutschland und die Medien, wohl aber nicht die von der Atom-Lobby unter Druck gesetzte Regierung erreichen.

Immerhin kann wohl gesagt werden, dass sich – bis auf kleine Ausnahmen – die Demonstranten friedlich verhalten haben und den Castor-Transport zumindest um Stunden, wenn nicht um Tage zurückwerfen konnten.

Nun kommen die letzten schwersten 20 Kilometer. Das Zwischen- und vielleicht auch Endlager blockieren bereits die Atomkraftgegner. Der Transport war mit erheblicher Verspätung am Morgen in Dannenberg eingetroffen, wo der hochradioaktive Müll vom Verladebahnhof mittels eines Krans auf Tieflader geschafft werden soll. Der Straßentransport soll dann etwa 15 Stunden dauern. Von den zum Protest Versammelten hört man, dass sie notfalls auch noch die kommende Nacht ausharren wollen, um den Transport nochmals aufzuhalten.

Vom Bundesumweltminister Röttgen war nur lapidar zu hören, dass „wir“ den Strom genutzt hätten und der Transport eine Notwendigkeit darstelle. Vielleicht hätte sich der eine oder andere der Demonstranten einmal erhofft, ihm persönlich einiges sagen zu können. Aber Röttgen wird sicher nicht in Gorleben erscheinen, nicht mal für ein paar Stunden, während von allen Bewohner des Wendlandes politisch erwartet wird, direkt neben dieser Ungeheuerlichkeit, dem vielleicht sogar unsicheren Zwischenlager Gorleben mit ihren Kindern für die weitere Zukunft zu leben.

Da liegt einem die Frage auf der Zunge, ob der Bundesumweltminister hier Besitz kaufen würde und mit seiner Familie dort vielleicht auch wohnen möchte, wo er den Gift-Müll lagern lässt. Leider werden ja noch Unmengen der Atommüll-Castoren den heutigen folgen.