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Atomforschungszentrum Jülich: Radioaktive Brennelementekugeln nicht auffindbar – gefährliche Schlamperei

Atomforschungszentrum Jülich: Radioaktive Brennelementekugeln nicht auffindbar – gefährliche Schlamperei

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/benk2010/5438421157/sizes/m/in/photostream/##Benjamin_K2010
Im Jülicher Atomforschungszentrum (Nordrhein-Westfalen) gab es eine Panne bei der Lagerung von radioaktiven Materialien, so teilen die „Spiegel-Informationen“ mit. Eine Kleine Anfrage der Bündnis 90/Die Grünen ergab, dass man nicht antworten konnte, da die NRW-Landesregierung selbst nicht weiß, wo sich dieses gefährliche Material befindet.

Laut Svenja Schulze (SPD-Wissenschaftsministerin) könnten die 2285 Brennelementekugeln in der Asse gelandet sein. Und dann, unglaublich, genaueres könne man nicht mehr nachforschen, da die dortigen Mengen nicht bekannt seien!

Im Salzbergwerk Asse dürfen allerdings nur schwach- und mittelradioaktive Abfälle gelagert werden. Also auch keine Brennelemente. Das klingt schlimm. Der Grünen-Atomexperte Hans-Christian Market hat berechnet, dass die vermissten Brennelemente ungefähr 2,2 Kilogramm Uran 235 und 23 Kilogramm Thorium 232 enthalten.

Stoff genug für schmutzige Bomben. Hochgefährliches Plutonium käme eventuell noch hinzu, falls die Kugeln benutzt worden seien. Und keiner kann das aufklären? Eine riesige Schlamperei.