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Aschewolke: Ryanair drei Millionen Strafe wegen schlechtem Service

Aschewolke: Ryanair drei Millionen Strafe wegen schlechtem Service

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/mikelo/3839819463/sizes/m/##Michelo

Der Vulkanausbruch auf Island hat nicht nur für Flugverbote und Luftraumsperren gesorgt sondern jetzt muss sogar in Verbindung mit der Aschewolke, die auf seine Aktivität zurückzuführen ist, eine Strafe gezahlt werden.

Ryanair muss eine Strafe von rund drei Millionen Euro bezahlen. Der größte europäische Billigflieger muss die drei Millionen bezahlen, weil er den wartenden Passagieren in dem Flughafen-Chaos in Italien nur eine schlechte Versorgung angeboten hat.

Bei einem Flugausfall sind bestimmte gesetzlich vorgeschriebene Verpflichtungen einzuhalten wie die gestrandeten Passagiere zu versorgen sind. Die italienische Luftfahrtbehörde(ENAC) hat Ermittlungen eingeleitet und herausgefunden, dass die Vorschriften in über 178 Fällen nicht eingehalten wurden.

Die Passagiere, um die es in der Hauptsache geht sind jene, die am Flughafen Rom-Campino hängen geblieben sind, weil die Aschewolke ein Fliegen unmöglich machte. Nach Angaben der ENAC wurden diese Passagiere nicht mit Essen, Trinken oder Hotelgutscheinen versorgt. Vorbildhaft musste stattdessen der Zivilschutz Italiens sowie der Flughafenbetreiber einspringen.

Ryanair tanzt immer wieder aus der Reihe, bereits im April wollte der größte europäische Billigflieger die vollen Kosten nicht übernehmen, die eigentlich einem Gestrandeten zustehen. Allerdings wurde danach dann doch vom Chef der Ryanair, Michael O´Leary berichtigt, dass natürlich die vollen Kosten erstattet werden.

Die EU-Kommission weist Ryanair darauf hin, sie möge sich doch wie alle anderen Fluggesellschaften auch an die vorgeschriebene Gesetze und Regeln der Fluglinien halten.
Es ist unglaublich, was der Vulkan Eyjafjalla auf Island ausgelöst hat. Acht Millionen Menschen mussten bisher auf einen Flug warten, nur weil der Vulkan aktiv ist. Eine Woche lang war der Flugverkehr in fast allen europäischen Ländern lahmgelegt. In Deutschland war der Flugverkehr bisher für viereinhalb Tage ganz oder teilweise gesperrt. Ein Chaos ist dadurch auf den Flughäfen entstanden, welches sich nur langsam wieder löst. Allerdings kommen immer wieder neue Hiobsbotschaften hinzu, so zum Beispiel, dass der Flugverkehr bis zu zwei Jahre eingeschränkt sein könnte, wenn die Aktivität des Vulkans ähnliche Ausmaße annimmt wie bei den vergangenen Eruptionen.