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Aschewolke: Peter Ramsauer tanzt auf dem Vulkan

Aschewolke: Peter Ramsauer tanzt auf dem Vulkan

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) übt weiterhin harsche Kritik an den Fluggesellschaften. Im Zusammenhang mit dem tagelangen Flugverbot über Europa, ausgelöst durch die Aschewolke des Vulkanausbruchs auf Island, geht er mit den Airlines hart ins Gericht.

Nach Angaben des Rückversicherers Munich Re hätten die Fluggesellschaften keine entsprechenden Versicherungen gegen solche Fälle abgeschlossen, obwohl es diesen Schutz gegeben hat. Peter Ramsauer wirft den Airlines vor, bei der Entwicklung der Leitlinie des Zivilluftfahrtverbandes der UN ICAO mitgewirkt zu haben und jetzt nach Hilfe zu rufen. Die Leitlinie der ICAO war maßgeblich dafür verantwortlich, dass viele Flüge gestrichen wurden. Allerdings wäre in dieser Leitlinie nicht geregelt worden, ab welcher Aschekonzentration in der Atmosphäre nicht mehr geflogen bzw. ab wann der Flugverkehr wiederaufgenommen werden darf.

Die Leitlinie, so Ramsauer, sei in Zusammenarbeit der Luftfahrtverbände, besonders durch Beteiligung der IATA und der Airlines zustande gekommen. Insbesondere können die Hersteller von Triebwerken keine Grenzwerte nennen, bei denen die Aschebelastung in der Atmosphäre für Turbinen zu hoch ist.

Von Seiten Ramsauers wird gefordert, dass entsprechende Tests an Turbinen durchgeführt werden. Der Bundesverkehrsminister hat für morgen ein Treffen mit Experten aus der Luftfahrt und Behörden anberaumt, um über entsprechende Lösungen zu beraten. Des Weiteren soll Anfang Mai ein Sondertreffen der EU-Verkehrsminister stattfinden, um eine europaweite Regelung zu Grenzwerten zu finden.

Bild: captain.orange