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Arme Länder wollen mehr Einfluss beim Internationalen Währungsfonds (IWF)

Arme Länder wollen mehr Einfluss beim Internationalen Währungsfonds (IWF)

Schwellenländer und arme Staaten wollen mehr Einfluss bei der Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds (IWF).

Arme Länder und Schwellenstaaten haben im Rahmen eines Treffens der G24 in Washington gefordert, die gleichen Stimmanteile wie Industrieländer beim IWF und der Weltbank zu erhalten. Rogerio Studart, Brasilien-Vertreter und Brasiliens Exekutivdirektor der Weltbank, sagte, dass Stimmparität der bessere Weg sei.

Die 186 Mitgliedsstaaten der Weltbank entscheiden an diesem Wochenende über eine Erhöhung der Stimmrechte für Schwellenländer und arme Staaten. Derzeit haben sie insgesamt einen Anteil von 44 Prozent, der um drei Punkte auf 47 Prozent ausgeweitet werden soll. Von Seiten der G24 wird jedoch eine Erhöhung von sechs Punkten bei der Weltbank und beim IWF sogar um sieben Prozentpunkte gefordert. Die Reform der Machtverhältnisse beim Internationalen Währungsfonds kommt nicht recht voran, diese soll bis Januar 2011 abgeschlossen sein.

Studart sagte, dass sich die Welt rasant verändern würde und die Weltbank immer noch geführt werde wie im vergangenen Jahrhundert. Er ist voller Hoffnung, dass die Forderung der G24, gleichberechtigte Stimmanteile zu erhalten, in den kommenden Jahren umgesetzt wird. Die G24 sieht in der geplanten Erhöhung der Stimmrechte einen ersten Schritt in Richtung der gleichberechtigten Stimmverteilung.

Die Gruppe der G24 besteht seit 1971 und ist ein Zusammenschluss von Entwicklungs und Schwellenländern aus Afrika, Asien und Lateinamerika. Mit diesem Zusammenschluss wollte man gemeinsam und stärker gegenüber dem IWF und der Weltbank auftreten.