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Arbeitskampf: Stahlindustrie erzielt 3,6 Prozent Lohnerhöhung

Arbeitskampf: Stahlindustrie erzielt 3,6 Prozent Lohnerhöhung

Der angedrohte Arbeitskampf in der Stahlindustrie scheint sich ausgezahlt zu haben. Die Tarifpartner haben eine Lohnerhöhung von 3,6 Prozent erzielen können. Am frühen Donnerstagmorgen haben sich die Arbeitgeber und die IG Metall auf eine Lohnerhöhung für die 85.000 Beschäftigten, die in der nordwestdeutschen Stahlindustrie arbeiten, erzielt.

Ein absolutes Novum: Die IG Metall konnte ihre Forderung durchsetzen, dass künftig Leiharbeiter nach den gleichen Löhnen und Bedingungen bezahlt werden wie Festangestellte. Das ist ein großer Erfolg, den man sich auch für andere Branchen wünschen würde.

Die Tarifeinigung gilt für Mitarbeiter, die bei Salzgitter, ThyssenKrupp und ArcelorMittal beschäftigt sind. Der neue Tarifvertrag gilt für die Dauer von 14 Monaten. Außerdem steigt die Ausbildungsvergütung um 40 Euro und im September werden einmalig 150 Euro ausgezahlt.

Die ursprüngliche Forderung der IG Metall sechs Prozent mehr Lohn zu zahlen ist somit nicht durchgekommen. Dennoch sind 3,6 Prozent eine gute Lohnerhöhung. Damit partizipieren die Beschäftigten am derzeitigen Aufschwung in der Stahlindustrie.