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Arbeitgeberpräsident Hundt greift Kanzlerin an: Politik nicht verlässlich

Arbeitgeberpräsident Hundt greift Kanzlerin an: Politik nicht verlässlich

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/wernerfaymann/3235640211/sizes/m/in/photostream/##Werner Faymann
Es konnte ja nicht ausbleiben. Während der Ex-BDI-Präsident Hans Olaf Henkel sich auf fast allen Talkshows mittlerweile auslässt über Atomkraft und die Regierungspolitik, meldet sich jetzt auch der augenblickliche Arbeitgeberpräsident Hundt offiziell zu Wort.

Und er lässt nichts Gutes an Merkel & Co. Demonstrativ ruhig hat sich das Arbeitgeberlager bisher nach dem grün-roten Wahlsieg im Auto-Ländle Baden-Württemberg verhalten. Jetzt meldet sich Dieter Hundt zu Wort und verurteilt das von Merkel ausgerufene Atom-Moratorium.

Er stellte einen Arbeitgeber-Forderungskatalog in Stuttgart vor und meinte, dass er nicht „angesichts der neuen politischen Farbenlehre in Panik, Hysterie oder Ängste“ verfalle. Die künftige grün-rote Koalition müsse sich an Zusagen und Verträge früherer Regierungen halten. Wie nicht anders zu erwarten plädierte er selbstverständlich auch für Stuttgart 21 und gegen den schnellen Ausstieg aus der Atomenergie.

Massive Vorwürfe musste sich die Bundesregierung anhören. Ihre Reaktion hinsichtlich der japanischen Katastrophe sei beliebig und nicht verlässlich. Das Moratorium hält Hundt für falsch und konstatierte, dass es eine gewisse Verdrossenheit über Schwarz-Gelb in der Republik gebe. Der Arbeitgeberchef hat gesprochen und ist (vielleicht) gehört worden? Westerwelle würden sagen: „Wir haben verstanden“!