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Anklage wegen Betrugs gegen den Ex-Chef der Bank of America

Anklage wegen Betrugs gegen den Ex-Chef der Bank of America

Wegen Betruges ist der Ex-Chef der US-amerikanischen Großbank Bank of America, Ken Lewis, angeklagt worden. Andrew Cuomo, Generalstaatsanwalt New Yorks, teilte mit, dass die Anklage wohl mit dem Kauf des Investmenthauses Merrill Lynch in Verbindung zu bringen ist. Lewis und seinem Ex Finanzvorstand Joseph Price wird vorgeworfen, dass den Aktionären vorsätzlich Informationen, von der Bank of America, über die Verluste verschwiegen wurden, um das Einverständnis bei der Übernahme des angeschlagenen Investmenthauses zu bekommen.

Die Enttäuschung ist groß, denn es wurde einiges von den Managern der Bank of America unternommen, um den amerikanischen Steuerzahler sowie die Aktionäre zu hintergehen. Der Kauf war nicht von der US-Großbank zu stemmen, denn diese hat sich daran mächtig übernommen. Mit 45 Milliarden Dollar musste der Staat einspringen, um die Bank of America vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Der politische und öffentliche Druck auf Ken Lewis wurde letztlich doch zu groß, so dass er seinen Posten wieder freigegeben hatte.

Auf der eigens einberufenen Hauptversammlung der Aktionäre der amerikanischen Bank, die im Dezember 2008 stattgefunden hatte, wurde die Übernahme von Merrill Lynch abgesegnet. Die US-amerikanische Börsenaufsicht (SCE) stellte klar, dass zu diesem Zeitpunkt die Anteilsanleger anscheinend nichts davon gewusst haben. Merrill Lynch hat bereits im Oktober einen Verlust von 4,5 Milliarden Dollar hinnehmen müssen. Weitere Milliarden kamen im November hinzu.

Mit einer 150-Millionen-Dollar-Strafe, die unter anderem mit Vorwürfen in einer anderen Angelegenheit in Verbindung steht, habe sich die Bank of America mit der SCE geeinigt. Außerdem will man die interne Politik bei der Offenlegung von Informationen deutlich optimieren.
(Quelle: Finanzen)