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Angela Merkel: Multikulti ist gescheitert

Angela Merkel: Multikulti ist gescheitert

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/claaser/4318263083/##claaser
Derzeit kocht in Deutschland die Debatte um die Integration ausländischer Mitbürger immer weiter hoch. Jetzt schaltet sich auch die Bundeskanzlerin Angela Merkel in die aktuelle Diskussion ein und hat gesagt, dass Multikulti gescheitert sei.

Es sei falsch Migranten ausschließlich zu fördern, man müsse von ihnen auch fordern, so Angela Merkel. Allerdings bläst sie auch weiterhin in das Horn von Bundespräsident Wulff, indem sie sagt, dass der Islam mittlerweile Teil Deutschlands sei und führt als Beispiel einmal mehr den deutschen Nationalspieler Mesut Özil an. Özil selbst sagt von sich, dass er Deutscher sei, von Geburt an, und er nicht als Beispiel für eine gelungene Integration dienen könne.

Merkel schaltet sich in die aktuelle Debatte ein, da ihr Partei-Genosse Horst Seehofer mit einem Sieben-Punkte-Plan zur Integration nach vorne geprescht war. Mit ihrer Aussage, dass Multikulti gescheitert sei, stellt sie sich allerdings voll hinter ihr Schwester-Partei-Mitglied.

Seehofers Plan sieht vor, dass der prognostizierte Mangel an Fachkräften kein Freibrief für eine unverminderte Zuwanderung sein könne. Genauso bedeute Integration nicht, dass man nebeneinander sondern miteinander lebe. Er spricht sich außerdem ganz klar gegen neue Zuwanderungsmodelle aus. Man solle neben der Qualifikation auch die Bereitschaft zur Integration und die Fähigkeit sich zu integrieren beachten. Kinder sollten in deutlich jüngeren Jahren „nachgeholt“ werden können. Derzeit liegt die Altersgrenze bei 16, er schlägt 12 Jahre vor. Außerdem spricht er sich für harte Strafen bei Integrationsverweigerern aus. Wichtigster Punkt ist für Seehofer weiterhin die deutsche Sprache, die Grundlage für eine mögliche Integration sei.

Mit seinem Sieben-Punkte-Plan stößt Seehofer auf breite politische Ablehnung auch in den eigenen Reihen. Besonders sprechen sich die Unionspolitiker gegen die Zuwanderungsregeln Seehofers im Hinblick auf den Fachkräftemangel aus.