close
Amerikanische Geldpolitik: Scharfe Kritik von Schäuble

Amerikanische Geldpolitik: Scharfe Kritik von Schäuble

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/epicharmus/2397332061/sizes/m/in/photostream/##epicharmus
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat die US-amerikanische Geldpolitik scharf kritisiert. Er nannte diese „trostlos“. Schäuble ist der Überzeugung, dass die Maßnahmen, die von der US-Notenbank ergriffen werden, um die heimische Konjunktur anzukurbeln, nicht die Probleme lösen werde, die man derzeit in den USA beobachten kann.

Darüber hinaus ist er der Überzeugung, dass das geplante Vorgehen, 600 Milliarden US-Dollar zum Kauf von Staatsanleihen aufzuwenden, die Welt vor neue Probleme stellen wird.

Auf dem geplanten G-20-Gipfeltreffen in der bevorstehenden Woche in Südkorea will er die amerikanische Delegation kritisch auf das Vorhaben ansprechen. Deutschland habe es vorgemacht, dass man solche Probleme eben nicht mit einem noch höheren Staatsdefizit lösen könne sondern andere Wege gehen müsse.

Er prangert die US-Regierung an und glaubt, dass diese ratlos sei und keine Ideen habe. Schließlich habe sich auch die USA auf dem letzten G-20-Gipfeltreffen, das in der Mitte des Jahres in Toronto stattgefunden hatte, dafür ausgesprochen Probleme nicht über ein noch höheres Defizit lösen können.

Erst am vergangenen Mittwoch war bekannt geworden, dass die Federal Reserve (Fed) in den USA beschlossen hat, dass man die Konjunktur mit dem Kauf von Staatsanleihen mit einem Volumen von bis zu 600 Milliarden Dollar stützen will. Experten gehen sogar davon aus, dass es sich nur um einen ersten Anfang handelt und die Fed bis zu zwei Billionen Dollar Staatsanleihen aufkaufen will.