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Allianz: EU bringt Lebensversicherungen in Bedrängnis

Allianz: EU bringt Lebensversicherungen in Bedrängnis

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/umdrums/2706504054/sizes/m/in/photostream/##Secret Pilgrim
Michael Diekmann, Chef der Allianz, hat gesagt, dass die Europäische Union die Versicherungsunternehmen in arge Bedrängnis bringen würde. Hintergrund sind die geplanten Regelungen im Rahmen von Solvency II. Grundsätzlich sei es richtig und gut die Branche krisenfester zu machen, allerdings sei der eingeschlagene Weg sehr fragwürdig.

Schon die bisherigen Regelungen hätten nicht dazu beigetragen, dass Versicherungsunternehmen sicherer werden. Im Gegenteil, die aktuellen Regelungen würden sich eher in die andere Richtung auswirken, weiß Diekmann. Aufgrund der angestrebten Lösungen könnte es sein, dass sich die Garantien, die Lebensversicherer in ihren Verträgen gewähren, stark verteuern, so dass die Zukunft der Lebensversicherer gefährdet ist.

Die Allianz steht derzeit sehr gut da und wird auch mit den geplanten Regelungen von Solvency II keine großen Probleme haben. Immerhin konnte sie im Jahr 2009 ihren Umsatz auf 106,5 Milliarden Euro steigern, was einen Zuwachs von 9,3 Prozent bedeutet. Daraus ergibt sich ein Gewinn von 5,2 Milliarden Euro. Das entspricht einem Wachstum von zwölf Prozent. Die Aktionäre werden diese Ergebnisse sehr positiv aufnehmen, da die Allianz eine Dividende von 4,50 Euro pro Aktie zahlen kann.

Das positive Ergebnis der Allianz hat sich in allen Geschäftsbereichen gezeigt. Besonders der Bereich der Vermögensverwaltung erfreut Diekmann, denn die Allianz verwaltet aktuell 1,5 Billionen Euro. Davon stammen alleine 1,2 Billionen Euro von anderen Anlegern.