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AKW-Laufzeitverlängerung: Stadtwerke rechnen mit Milliardenverlusten

AKW-Laufzeitverlängerung: Stadtwerke rechnen mit Milliardenverlusten

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/tamaphi/3722422137/sizes/m/in/photostream/##tamaphi
Nachdem sich die Koalition am vergangenen Sonntag auf eine allgemeine Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke in Deutschland geeinigt hat werden nun vielerorts Stimmen gegen diese Entscheidung laut. Neben den Umweltschützern sind jetzt Proteste von den Stadtwerken zu vernehmen.

Aufgrund der Entscheidung in Berlin befürchten viele Stadtwerke, dass man Verluste in Milliardenhöhe hinnehmen muss.

Die Stadtwerke haben Angst davor, dass die Investitionen in erneuerbare Energien nicht im geplanten Umfang getätigt werden. Die Politik ist der Meinung auch in diesem Bereich vorgesorgt zu haben, hat man doch die Kernkraftwerksbetreiber verpflichtet in einen Fonds einzuzahlen, der zur Erforschung umweltfreundlicher Energien genutzt werden soll. Langfristig soll die Atomindustrie hier 15 Milliarden Euro einzahlen.

Außerdem soll die neue Atomsteuer in den Jahren zwischen 2011 bis 2016 2,3 Milliarden Euro in die Kassen des Bundes spülen. Ob die Einnahmen, dann tatsächlich zweckgebunden verwendet werden ist bei den politischen Begehrlichkeiten in Berlin doch eher fraglich. Man erinnere sich nur an die Steuern, die beim Tanken anfallen, diese werden immerhin auch teilweise dazu genutzt die Rentenkasse zu stützen.

Von Seiten der Stadtwerke wird befürchtet, dass die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke dazu führe, dass sie Milliardenschäden tragen müssen. Durch die Laufzeitverlängerung würde die Auslastung anderer Kraftwerke deutlich nachlassen. Bis zu 4,5 Milliarden Euro Schaden könnten hierdurch entstehen. Die Stadtwerke wollen diese Verluste von der Regierung ausgeglichen sehen. Stimmen werden laut, dass eine Laufzeitverlängerung ohne die Ausgleichszahlungen an die Stadtwerke reine Wettbewerbsverzerrung sei.