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Ärztestreik: 80 Prozent der Praxen waren geschlossen

Ärztestreik: 80 Prozent der Praxen waren geschlossen

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/tuev_sued/4882019586/sizes/m/in/photostream/##tuev_sued
In Bayern haben die Hausärzte gestreikt und damit ihren Protest gegen die Pläne zur Reform des Gesundheitssystems kund getan. 80 Prozent der Praxen waren am Freitag in Bayern geschlossen.

Besonders in den ländlichen Regionen hatte die Beteiligung der Ärzte größere Auswirkung als in den Ballungsgebieten. Man hat die Aktion bewusst „kurz“ gehalten um die Patienten nicht allzu sehr zu verärgern. Trotzdem zeigt der Protest, dass die Ärzte die geplanten Änderungen, die Philipp Rösler vorsieht nicht einfach hinnehmen werden.

Am Freitag wären fünfmal so viele Anrufe in den Beratungszentren der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns eingegangen wie gewöhnlich. Die Vereinigung erklärte, dass zu jederzeit die ambulante Versorgung gesichert war.

Philipp Rösler sieht vor, dass die Hausärzte bei den Sondervergütungen beschnitten werden. Deshalb der Protest der Hausärzte. Sie wollen, dass die aktuellen Verträge nicht verändert werden. Letztendlich gewinnt man immer mehr den Eindruck, dass Rösler nicht die beste Besetzung im Amt des Gesundheitsministers ist. Sein erster Vorschlag zur Reform des Gesundheitssystems ist in Berlin auf breite Ablehnung auch aus den eigenen Reihen gestoßen. Die neuen Vorschläge erzürnen die Hausärzte. Es wird sich zeigen inwiefern seine Vorschläge tatsächlich umgesetzt werden.