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Ägypten: Weitere Ausschreitungen – Auswärtiges Amt und Reiseveranstalter warnen

Ägypten: Weitere Ausschreitungen – Auswärtiges Amt und Reiseveranstalter warnen

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/worldeconomicforum/2502829400/sizes/m/in/photostream/##World Economic Forum
Die Demonstrationen in Ägypten gegen die Regierung Mubarak weiten sich immer weiter aus. Mittlerweile haben sie sich zum heftigsten Aufbegehren seit 30 Jahren für Meinungsfreiheit und besseren Lohn sowie gegen Folter, Korruption und Arbeitslosgikeit im Land der Pharaonen verstärkt.

Die Polizei hat kein Problem damit, den Demonstranten auf das Härteste entgegenzutreten und sie niederzuknüppeln. Jede weitere Kundgebung wurde einfach verboten. Reiseveranstalter starten nun bereits keine Ausflüge mehr in die Landeshauptstadt Kairo.

Bereits vier Menschen wurden bei den schrecklichen Unruhen getötet, es gab über 200 Festnahmen. Die ägyptische Regierung ging sogar so weit, den Zugang zu Twitter zu sperren. Auch der Zugang zu Facebook ist nicht mehr möglich nach bestätigten Berichten. Tausende Polizisten stehen bereit, weitere Demonstrationen niederzuschlagen.

Es scheint als hätte der „Vorreiter“ Tunesien, wo die Lage bis heute auch keinesfalls geklärt ist, einige andere arabische Länder mit seinen Protesten angesteckt. Jedoch gibt es in jedem der betroffenen Länder wie auch Algerien und dem Jemen verschiedene politische Voraussetzungen, an der jeweiligen misslichen Lage etwas zu ändern.

Vom Westen gab es Appelle an Präsidenten Mubarak, sich Reformen zu öffnen. Die USA forderten die Regierung auf, politische, wirtschaftliche und soziale Reformen ernst zu nehmen.

Vom Auswärtigen Amt wird dringend empfohlen, Menschenansammlungen und Demonstrationen weiträumig zu meiden. Die Sicherheitsvorkehrungen bei den deutschen Reiseveranstaltern wurden ebenfalls verstärkt.