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Ägypten endlich frei: Jubelfeiern bis zum frühen Morgen

Ägypten endlich frei: Jubelfeiern bis zum frühen Morgen

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/kalyan02/4741751904/sizes/m/in/photostream/##kalyan02
Nach fast dreiwöchigen friedlichen Protesten haben es die Ägypter geschafft. Gestern ganz plötzlich wurde mitgeteilt, dass Präsident Mubarak, der fast 30 Jahre lang das Land despotisch regierte, die Amtsgeschäfte dem Militär übergeben habe.

Nicht nur auf dem mittlerweile weltweit bekannten Tahrir-Platz im Zentrum Kairos fielen sich die Menschen in die Arme und man sah sie ihre Fahnen schwingen und Freudentränen flossen. Überall im ganzen Land von Suez über Alexandria bis nach Kairo gab es Freudenfeiern, Feuerwerke wurden gezündet und man sah, wie erleichtert sich das ägyptische Volk fühlte.

Mit unbewegter Miene, wie eingefroren verkündete Omar Suleiman, der kurzfristige Ex-Stellvertreter Mubaraks im Staatsfernsehen offiziell, dass Präsdient Mubarak sich entschieden habe als Präsident der Republik zurückzutreten. Er habe die Macht an das Oberkommando der Armee übergeben. Möge Gott helfen. Da war der „eiserne Pharao“ bereits eiligst mit dem Hubschrauber nach Scharm el-Scheich, seiner Urlaubsresidenz geflohen kann man fast sagen.

Nun bleibt abzuwarten, wie sich das Militär verhält, wie man ohne Chaos ein regierungsfähiges Parlament auf die Beine stellen kann und den Menschen so aus der großen Armut und den negativen Lebensumständen helfen kann. Deutschland und andere Länder haben bereits Hilfeleistungen angeboten.

Eine gute Nachricht kam auch aus der Schweiz, dort wurden die immensen Vermögen des Ex-Präsidenten Mubarak, die er wohl mit Sicherheit nicht durch „ehrliche Arbeit“ erworben hatte im Laufe seiner 30-jährigen Regierungszeit, eingefroren.

Durch die Revolution in Ägypten ist jetzt die gesamte Region ins Wanken geraten. Man darf gespannt sein, ob die Weltkarte politisch in diesem Teil der Welt binnen kurzem drastisch anders geschrieben werden muss. Ob Tunesien und Ägypten nur die Vorreiter waren wird man abwarten müssen.