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Abschied von Mirco S. aus Grefrath: 1.200 Trauernde

Abschied von Mirco S. aus Grefrath: 1.200 Trauernde

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/wyscan/161992803/sizes/m/in/photostream/##Wyscan
Weit über tausend Menschen gedachten bei einer öffentlichen Trauerfeier in Grefrath des ermordeten Mirco. Gestern am Abend gedachten Freunde, Mitschüler und Nachbarn des zehnjährigen Mirco, der auf so grausame und sinnlose Weise ums Leben kam.

Fünf Monate dauerte es trotz intensiver Fahndungen, wie es sie in diesem Ausmaß so nie gab in der Bundesrepublik, bis man seinen mutmaßlichen Mörder verhaften und Mircos Leiche finden konnte.

Der Gottesdienst im niederrheinischen Grefrath wurde von der Laurentius-Kirche auf den Marktplatz übertragen, weil nicht alle Trauernden in der Kirche Platz fanden, um sich von Mirco zu verabschieden. Damit der bei seiner Ermordung erst zehnjährige Junge endgültig seinen Frieden findet und nie vergessen wird, hatte man 500 weiße Ballons mit dem Wunsch nach „Ruhe in Frieden“ in den Abendhimmel steigen lassen.

Mircos Eltern haben an diesem Trauergottesdienst nicht teilgenommen. Der Gemeinde wurde beim Gottesdienst ein Brief von ihnen vorgelesen, in dem sie an ihren ermordeten Sohn erinnern. Erschütternde Worte waren da zu hören wie „entsetzlich und grausam, unser Sonnenschein Mirco kommt nicht wieder“, und „wir werden Mirco im Himmel wiedersehen“.

Mircos Vater berichtet von großer Anteilnahme nicht nur in Deutschland. Die Familie, zu ihr gehören noch ein weiterer Sohn und zwei Töchter, bekam sogar Anrufe und Mails aus den USA, Irland und Afrika. Die Anteilnahme aller Eltern und Menschen, die von diesem schrecklichen Tod Mircos erfahren haben auf der Welt, ist ihnen sicher.