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Abschaffung von Vierbettzimmern in Krankenhäusern durch Union

Abschaffung von Vierbettzimmern in Krankenhäusern durch Union

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/8568661@N03/4427955354/sizes/m/in/photostream/##weidegruen
Gesundheitsreform einmal anders. Die Union plant tatsächlich, Vierbettzimmer in deutschen Krankenhäusern abzuschaffen, so dass prinzipiell Patienten im Krankenhaus in Zweibettzimmern liegen, egal ob sie privat oder gesetzlich versichert sind.

Die Union ist der Meinung, dass sich dies sogar sehr problemlos durchführen ließe, denn in den vergangenen Jahren sei ohnehin die Zeit deutlich zurückgegangen, die ein Patient durchschnittlich im Krankenhaus verbringt.

Jens Spahn, gesundheitspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion, hat diesen Vorschlag ins Feld geführt. Man will sogar so weit gehen, dass Krankenhäuser mit finanziellen Anreizen geködert werden, Zweibettzimmer zu verwenden.

Darüber hinaus will man Einfluss auf den Service bei niedergelassenen Ärzten ausüben. Man will erreichen, dass Fachärzte Termine innerhalb von drei Wochen bereitstellen und entsprechend einhalten. Außerdem soll künftig die Zahl der Infektionen, die in Krankenhäusern aufgrund von Krankenhauskeimen entstanden sind, veröffentlicht werden.

Es wird sich zeigen, welche dieser Punkte sich tatsächlich umsetzen lassen oder ob es mal wieder ein weiterer Vorstoß à la Minister Rößler ist, um dann doch zu erkennen, dass sich die Vorschläge nicht realisieren lassen. Schon zum Osterfest sollen die ersten Eckpunkte vorliegen, die dann in geltendes Recht umgesetzt werden könnten.