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Abhebegebühren am Geldautomaten: Kartellamt räumt Banken Zeit ein

Abhebegebühren am Geldautomaten: Kartellamt räumt Banken Zeit ein

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/jk400d/3407534378/sizes/m/in/photostream/##JK400D
Von Seiten des Bundeskartellamts ist derzeit nicht mit rechtlichen Konsequenzen zu rechnen, was den Streit über Abhebegebühren an Geldautomaten angeht, die viel zu hoch sind. Das Kartellamt hat jedoch gleichzeitig gedroht, dass man rechtliche Schritte einleiten werde, wenn es im kommenden Jahr keine signifikante Verringerung der Gebühren gebe.

Andres Mundt, Präsident des Kartellamts, hat gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ gesagt, dass man zunächst abwarten wolle, ob der Kompromiss umgesetzt wird. Er hofft darauf, dass sich der Markt selbst reguliert.

Bislang verweigern die Verbände, die sich im Zentralen Kreditausschuss (ZKA) zusammengeschlossen haben, eine allgemeine Begrenzung der Gebühren. Einziger Vorschlag, den die Verbände bisher vorgebracht haben, ist die Anzeige der Gebühren am Geldautomaten. Fraglich ist allerdings, was das bewirken soll. Jemand der Geld abheben muss und die Gebühren angezeigt bekommt wird sich nicht dafür entscheiden, eventuell 20 Kilometer bis zum nächsten Geldautomaten zu fahren, wenn er an diesem ohne Gebühren abheben kann. Letztendlich entstehen die gleichen Kosten. Außerdem sind ohnehin schon seit einigen Jahren Hinweise auf die Gebühren an den Geldautomaten angebracht.

Der ZKA geht davon aus, dass der Markt selbst die Preise regeln wird und der Rückzug des Kartellamts die Gebühren sinken lässt. Fraglich nur, warum sich jetzt etwas ändern soll, wenn es der Markt doch in den letzten 20 Jahren nicht geschafft, die Gebühren nach unten zu verändern.