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Abgabefristen für Steuererklärungen

Abgabefristen für Steuererklärungen

2. Oktober 2013
ohh-no

Das Steuergesetz in Deutschland ist kompliziert, und die meisten Laien sind hoffnungslos überfordert, wenn es um die Gesetzestexte geht. Was allerdings feststeht, das sind die Abgabefristen für die Steuererklärungen, und diese Fristen müssen eingehalten werden, eine Ausnahme gibt es nur in seltenen Fällen. Ganz gleich ob Unternehmer oder Privatmann, für jede Steuererklärung gibt es eine Frist und die kann jeder einfach im Internet nachlesen.

Hochbetrieb im Sommer

Wer im Juni zum Finanzamt geht, der muss Zeit mitbringen, denn im Juni arbeiten die Finanzbehörden auf Hochtouren. Der Grund? Mitte des Jahres müssen die Steuererklärungen für das vergangene Jahr abgegeben werden, und Stichtag ist der 31. Mai. Alle, die zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind, sollten sich diesen Stichtag merken oder den Steuerberater bitten, eine Verlängerung der Frist auszuhandeln.

Aber wer ist verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben? Zum Beispiel alle diejenigen, die innerhalb eines Jahres mehr als einen Arbeitgeber hatten oder auch diejenigen, die unversteuerte Einkünfte hatten. Aber auch wer einen Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte hat, der muss termingerecht eine Steuererklärung machen und auch alle, die mit einem Ehepartner zusammen steuerlich veranlagt werden.

Einen Steuerberater zu haben, ist eine gute Idee, denn der Fachmann kann die Frist für die Abgabe der Steuererklärung auf den 31. Dezember verlängern lassen, aber auch nur dann, wenn das Finanzamt mitspielt, denn die Ämter können einer Fristverlängerung zustimmen, sie müssen es aber nicht. Wer seine Steuererklärung selbst macht, der hat Pech, denn hier gilt der Stichtag 31. Mai.

Fristen verlängern ist möglich

Alle Abgabefristen für die Steuererklärung sollten nach Möglichkeit eingehalten werden, aber wer mit seiner Steuererklärung einfach nicht weiterkommt, der ist gut beraten, eine sogenannte stillschweigende Fristverlängerung zu beantragen, wenn das Finanzamt dann nichts mehr von sich hören lässt, dann wurde der Antrag genehmigt. Aber es müssen plausible Gründe für die Fristverlängerung vorliegen, denn als Grund „ich hab es einfach nicht geschafft, die Steuererklärung pünktlich abzugeben“, zählt leider nicht. Ein Umzug ist ein triftiger Grund, und auch ein Aufenthalt im Krankenhaus oder eine Dienstreise, und auch wenn relevante Papiere fehlen, dann wird das als Grund akzeptiert.

Wenn das Finanzamt einverstanden ist, dann wird die Frist verlängert, und zwar genau bis zum 31. September. Wer diese Frist dann auch nicht einhält, der muss mit unangenehmer Post vom Finanzamt rechnen. Dann schickt das Finanzamt eine unmissverständliche Mahnung und legt eine neue Frist fest. Alle, die dann immer noch nicht reagieren, die müssen mit einem happigen Versäumniszuschlag rechnen und der Fiskus setzt ein Zwangsentgelt fest. Wenn keine Verpflichtung besteht, eine Steuererklärung abgeben zu müssen, dann kann man sich entspannt zurücklehnen, denn das Finanzamt will kein Geld, sondern zahlt. Umso wichtiger ist es, mit der Steuererklärung nicht zu warten. Das Gesetz sieht hier eine sehr großzügige Frist von vier Jahren vor, aber diesen Zeitrahmen sollte keiner ausschöpfen, denn je schneller die Steuererklärung beim Finanzamt landet, desto schneller landet das Geld auch auf dem Konto.

Fazit

Mit den Fristen für die Abgabe der Steuererklärung ist es wie mit vielen amtlichen Fristen: Es gibt immer eine Ausnahme von der Regel. Wer aber Geld vom Fiskus haben will, der ist gut beraten, alle Fristen einzuhalten.