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600 Milliarden Euro um den Euro zu retten

600 Milliarden Euro um den Euro zu retten

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/hansel5569/4570307511/sizes/m/##WaLuigi-Huiiiiiiiiiii!

Um die aktuelle Situation der europäischen Gemeinschaftswährung wieder in den Griff zu bekommen, ist die Europäische Union (EU) bereit, noch mehr Geld für die Rettung des Euros zur Verfügung zu stellen als das bislang der Fall ist.

Es wurde von der EU-Kommission tatsächlich vorgeschlagen 600 Milliarden Euro bereitzustellen, um den Euro zu erhalten.

Die Länder der Euro-Gemeinschaft bereiten sich auf die große Aufgabe vor, den Euro zu retten. Mit harten Neuregelungen, die schnellstmöglich in die Tat umgesetzt werden sollen sowie einer klugen Strategie, wie die hochverschuldeten Mitgliedsstaaten aufgefangen werden können, soll der Euro vor hypothetischen Angriffen geschützt werden.

Diese Struktur muss bis zum Wochenanfang stehen und zwar fristgemäß bis Montag frühmorgens zur Eröffnung der Finanzmärkte und ersten Börsen. Die Finanzminister der Euro-Zone tagen noch am Sonntagabend, um einen entsprechenden Beschluss auf den Weg zu bringen. Elena Salgado, Finanzministerin Spaniens, sagt voller Überzeugung und Tatendrang: „Wir werden den Euro verteidigen.“ Beständigkeit sowie Verlässlichkeit ist wichtig für den Euro, das ist unser Ziel, führte die Spanierin weiter aus.

Der Luxemburgische Premierminister J.C. Junker ist der Meinung, dass es um einen arrangierten Angriff gegen den Euro geht. Seit 1990 gab es nicht mehr eine solche Notlage in der EU. Ein Faktor, der dafür maßgeblich verantwortlich ist, sei das Schuldendebakel Griechenlands.

Aktuell gibt es lediglich ein System zur Hilfe europäischer Staaten, die nicht zur Euro-Zone gehören. Dieses System ist derzeit mit 50 Milliarden Euro ausgestattet. Von Expertenseite wird mit einer deutlich größeren finanziellen Ausstattung des neuen Mechanismus ausgegangen, damit entsprechende Glaubwürdigkeit bestehen bleibt. Aus EU-Kreisen hieß es, dass die EU-Kommission den Vorschlag unterbreiten wird, den Euro mit Finanzmitteln in einer Höhe von bis zu 600 Milliarden Euro zu retten.