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15.000 Kunden von Datenleck bei HSBC betroffen

15.000 Kunden von Datenleck bei HSBC betroffen

Das Ausmaß der Datenaffäre bei der Großbank HSBC ist enorm. Das Kreditinstitut hat mitgeteilt, dass 15.000 Kunden von dem Datendiebstahl betroffen wären. Die Bundesanwaltschaft hat sich unterdessen eingeschaltet, um eventuelle Steuersünder über die Daten identifizieren zu können.

Der Diebstahl der Daten bei der HSBC würde sich auf 15.000 Kunden erstrecken. Alexandre Zeller, Chef der HSBC sagte am Donnerstag, dass vor drei Jahren bei der HSBC insgesamt Daten von 24.000 Kunden gestohlen worden wären. Allerdings wären 9.000 bereits keine Kunden mehr bei der Großbank.

Für den Diebstahl war der früher IT-Mitarbeiter Hervé Falciani verantwortlich. Dieser hat die Daten damals den französischen Behörden übergeben. Die Behörden in Frankreich haben sogleich eine Liste französischer Steuerhinterzieher aus den Informationen zusammengetragen. Nach Angaben Falcianis konnten durch diese Daten mittlerweile 3.000 Steuerhinterzieher ermittelt werden. Von Seiten der HSBC hat es an die Adresse dieses Personenkreises eine Entschuldigung wegen der bedrohten Privatsphäre gegeben.

Heute wäre klar, dass 15.000 Kunden der HSBC von dem Diebstahl betroffen seien, der vor drei Jahren von einem IT-Mitarbeiter ausgeführt wurde. Die Daten beziehen sich auf Kunden, die Schweizer Konten vor Oktober 2006 eröffnet haben. Kunden, die ihre Konten nach diesem Zeitpunkt eröffnet hätten oder in der Schweiz kein Konto bei der HSBC betreiben wären nicht betroffen. Man verwies auf die unterschiedlichen Computersysteme.

Falciani muss sich seit 2008 vor der Schweizer Bundesanwaltschaft wegen unbefugter Datenbeschaffung, wirtschaftlichen Nachrichtendienst und der Verletzung des Geschäftsgeheimnisses verantworten. Falciani hat sich nach Frankreich abgesetzt, als am 22. Dezember 2008 eine Hausdurchsuchung bei ihm durchgeführt wurde. Er nahm sofort Kontakt zu den französischen Steuerbehörden auf. Seit Februar 2009 bemüht sich die Schweizer Bundesanwaltschaft um Herausgabe der Informationen von den Behörden Frankreichs.

(Quelle: Spiegel)