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Wie kann mit Risikokapital Geld verdient werden?

Wie kann mit Risikokapital Geld verdient werden?

20. Oktober 2016

Es gibt Kapitalanlagen, die sind sicher und es gibt Kapitalanlagen, die sind riskant. Leider sind die sicheren Anlagen wenig attraktiv, was die Rendite angeht, die riskanten Anlagen hingegen sind rentabel, allerdings nur für Anleger, die das Risiko nicht scheuen. Risikokapital ist ein Begriff aus der Start-up-Szene, denn im Unterschied zu einem klassischen Kredit bei einer Bank stellen hier private Investoren ihr Kapital zur Verfügung, damit junge Unternehmer ihre Geschäftsideen in die Tat umsetzen können. Das Kapital wird investiert, ohne genau zu wissen, ob sich die Anlage lohnt oder nicht.

Die verschiedenen Formen des Risikokapitals

Viele kennen den Begriff Risikokapital auch als Venture Capital oder als Wagniskapital, und der Investor kann sich entweder für eine stille oder eine offene Beteiligung entscheiden. Fällt die Wahl auf eine stille Beteiligung, dann tätigt der Finanzier seine Einlage in ein Unternehmen, aber er erhält keine Anteile und kein aktives Mitspracherecht. Fällt die Wahl hingegen auf eine offene Beteiligung, dann gibt sich der Investor ganz offen als solcher zu erkennen und er bekommt er sowohl ein Mitspracherecht als auch eine Beteiligung am Gewinn des Unternehmens, in das er sein Geld investiert hat.

Für wen kommt Risikokapital infrage?

Im Grunde kann jeder mit seinem Geld einen Unternehmensgründer finanziell unter die Arme greifen, allerdings sollte er von den Geschäftsideen auch überzeugt sein. Eine rein formale Voraussetzung für den Einsatz von Risikokapital gibt es nicht, aber das junge Unternehmen sollte schon einen soliden Businessplan haben, mit dem der Investor nachvollziehen kann, in was er genau investiert. Es sind in der Regel die innovativen Start-up-Unternehmen, die sowohl einen sehr hohen Bedarf an Kapital, auf der anderen Seite aber auch gute Erfolgsaussichten haben, die bei den Investoren sehr beliebt sind.

Welche Vorteile bietet riskantes Kapital?

Für die Start-up-Gründer hat Risikokapital nur Vorteile, denn anders als bei einem Kredit von der Bank, müssen keine Sicherheiten vorhanden sein. Sollte die Geschäftsidee vielleicht doch nicht so gut ankommen, dann hat der Investor Pech, denn er allein trägt das Risiko für sein Investment. Dazu kommt, dass Risikokapital die Basis des Eigenkapitals stärkt und das ist ebenfalls ein großer Vorteil, um zum Beispiel weiteres Geld über einen Bankkredit zu bekommen. Die jungen Unternehmen profitieren jedoch nicht nur in finanzieller Hinsicht, sie bekommen außerdem das passende Know-how, den Zugang zu gut gepflegten Netzwerken und immer wertvolle Kontakte, die sich im späteren Berufsleben auszahlen können.

Gibt es auch Nachteile?

Ein Nachteil für Existenzgründer besteht darin, dass der Investor für seine Anteile ein Informations-, Kontroll- und Mitspracherecht hat. Nicht unbedingt ein Vorteil ist auch, dass er seine Anteile weiterverkaufen kann, wenn das Unternehmen läuft und Gewinne erwirtschaftet werden.