
Bild: Bilfinger Berger Group
Schwarze Koffer, Lügen und Hetzkampagnen – auch das verbindet man mit Roland Koch in Hessen.
Man reibt sich die Augen: Koch, bis Ende August noch Ministerpräsident in Hessen scheint es auch weiterhin zu schaffen.
Ein Normalbürger muss sich dazu ausbilden, weiterbilden, fortbilden. Koch schafft es anscheinend locker von einem politischen Amt in den nächsten Karrierejob zu wechseln.
Wie aus den Medien zu erfahren ist, soll er Vorstandsvorsitzender beim Baukonzern Bilfinger Berger werden. Dessen bisheriger Mann, Herbert Bodner, auf dem derzeitigen Platz des Vorstandsvorsitzenden, ist durch den Skandal um den Bau der Kölner U-Bahn samt dem Einsturz des dortigen Kölner Stadtarchivs in die Schlagzeilen geraten. Der Baukonzern durch den Pfusch am Bau ebenfalls.
Das versteht Koch auch trefflich, da gibt es eine Verbindung: In die Schlagzeilen geraten und mit Skandalen sogar zu punkten. Die Bürger vergessen leicht, aber dank der Presse gibt es auch die Erinnerung.
Koch soll übernehmen, wenn Bodner wahrscheinlich im Spätherbst gehen wird. Bodner klebt wohl auch bis zuletzt an seinem Posten. Er ist nicht der Einzige. Roland Koch soll beim Konzern den Umbau der einstigen Tiefbaufirma zum Handelshaus mit Weltgeltung machen. Dazu hat er wohl das Geschick.
Allerdings gibt es bislang noch keine offizielle Bestätigung des Baukonzerns. Aufsichtsrats-Chef Bernhard Walter sagte zu „Bild“: Zu Personalien äußere ich mich prinzipiell nicht“. Auch von der hessischen Staatskanzlei war keine offizielle Auskunft zu erhalten.
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